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Das 6941st Guard Battalion Berlin - 16. Kapitel 1964

 

 

Die Kontaktaufnahme mit der Gewerkschaft KOMBA

Ende vergangenen Jahres führte dazu, dass 1964 über 400 LS Angehörige dem KOMBA beitraten, und eine "Gruppe DAB - D" innerhalb des Centers gebildet wurde. Auch wurden wieder Betriebsratswahlen auf der Grundlage der CPD 17 vorbereitet, die am 8. Juni 1964 durchgeführt wurden. Allerdings beteiligten sich nur 48% der Arbeitnehmer an der Wahl. Aus 38 Kandidaten wurden 11 Betriebsratsmitglieder gewählt. Die Mehrheit von ihnen gehörte dem KOMBA an (neun). Vorsitzender wurde der MSG WALL (4078 LSCo), der gleichzeitig auch Vorsitzender der Gruppe DAB - D ist. Am 26. Juni wurde der Betriebsrat bestätigt und die Betriebsvereinbarung ratifiziert


Die erste Gehaltsaufbesserung

des Jahres erfolgte ab 1. Januar und brachte ca. 5%; die zweite am 1. Oktober brachte etwa 2%. Das Anfangsgehalt eines Wachmannes betrug nunmehr DM 502.- brutto. Eingestellt wurden im Laufe des Jahres 392 Bewerber, von denen die Replacement Unit in 23 Lehrgängen 246 ausbildete. Den Einstellungen standen 408 Entlassungen gegenüber.


Am 7. Februar

wurden, im Rahmen einer Feierstunde in der General-Hartel-Halle, 40 Angehörige des Centers mit Safety Awards ausgezeichnet. Der Safety Director, Berlin Brigade, Mr. BLOUNT, war anwesend und 200 LS Angehörige als Zuschauer.


Am 1. April

übernahm General a.D. BODENSTEIN (bisher Bundeswehr) die Posi­tion des German Liaison Directors als Nachfolger von Gen FLOERKE, der aus Gesundheitsgründen ausschied.


Ein Angehöriger der Werkstatt

des Motor Pools, SGT BARDECK, erhielt für einen technischen Verbesserungsvorschlag am 20. Februar ein Anerkennungsschreiben und eine Prämie von DM 800.- . Außerdem wurde er zum "Suggestor of the Month" erklärt. Aus diesem Anlaß überreichte ihm BG HARTEL am 27. Februar in seinem Büro persönlich ein weiteres Diplom.


LT KUBAIL,

einer der Interpreter des Centers hatte in diesem Jahr eine be­sondere Aufgabe: Zweimal, am 28. Februar im Coliseum Theater, McNair Barracks, und am 11. September im Outppst Theater, hielt er einen ausführlichen Vortrag mit Dia-Positiven vor Offizieren und Mannschaften der Berlin Brigade über das Thema "Die Schlacht um Berlin". Die Vorträge wurden mit sehr viel Beifall aufgenommen.


Zum 15. Mai

erging eine Einladung der Offiziere des Centers an BG HARTEL zu einem "Berliner Essen". Es fand im Offizierskasino (Haus # 808) statt und wurde ein voller Erfolg. Bei dieser Gelegenheit wurde dem General ein humorvoll abgefasster "Ehrenbürgerbrief von Spree-Athen" überreicht, der vom General mit großer Freude entgegengencmmen wurde.


Am 23. Mai

feierten die ehemaligen Angehörigen des Gardeschützenbataillons den 150. Jahrestag der Gründung ihrer alten Einheit. Der geeignete Ort für eine solche Feier war natürlich die ehemalige Gardeschützenkaserne, den heutigen Roosevelt Barracks.


Um den Personalbestand etwas zu erhöhen,

wurden im Mai und im Juni ins­gesamt 86 LS Angehörige aus Westdeutschland nach Berlin zum 6941 LSC versetzt. Sie hatten in Westdeutschland Einheiten angehört, die unmittelbar vor ihrer Auflösung standen. Sie kamen aus Dachau (50 Mann) und aus Kaiserslautern (36 Mann). Da die neuen Kameraden teil­weise anderen Dienstvorschriften unterlegen hatten, wurden sie in einem Lehrgang, der unter der Leitung von LT FAULWASSER (4077 LSCo) stand, für ihren künftigen Dienst in Berlin aus­gebildet.


Am 10. Juni

nahm der Kommandeur als Gast bei der US Parade im Bezirk Schöneberg teil. Auch diese Einladung ist als Anerkennung zu werten, die die Amerikaner uns und unserer Tätigkeit zollen.


Am 19. Juni

war BG HARTEL zum Mittagessen in der Offiziersmesse eingeladen. Er nahm diese Gelegenheit wahr, um sich von den LS Officers zu verabschieden. In General HARTEL verlor das Center einen wirklichen Freund; kein anderer Truppenkommandeur hatte dem LS Ber­lin so viel Beachtung geschenkt und Unterstützung in jeder Form gewährt wie gerade er. Auch sein warmherziges Wesen und sein persönlicher Charme werden unvergessen bleiben.

Bei dem "Abschiedsessen" überreichte er dem Center ein Geschenk, den gravierten Fuß einer Kartusche. Am Abend desselben Tages war LTC WEIDEMANN zu Gast bei der Ab­schiedsparade für BG HARTEL in Steglitz.

 

Am 25. Juni

überreichten LTC WEIDEMANN, MAJ ROHN und CPT SCHAPER dem General in seinem Büro das Abschiedsgeschenk des 6941 LSC. Mit den besten Wünschen des gesamten Centers für sein ferneres Wohlergehen erhielt BG HARTEL einen aus Kupfer getriebenen stilisierten Kopf eines Wachmannes, befestigt auf einer polierten Holzplatte, die auf einem Kupferschild eine Widmung des Kommandeurs zeigt.

 

Am 27. Juni

war im Harnack House die Abschiedsparty für BG HARTEL, zu der vom LS die  LTC's WEDDEMANN und Dr. HENRY und MAJ ROHN eingeladen waren. Diese Herren waren auch bei der Abschiedsparade auf dem 4. Ring anwesend und nahmen an dem anschließenden Empfang in der "HALL of HONOR", McNair Barracks, teil. Bei der Übergabe des Kommandos der Berlin Brigade von BG HARTEL an BG HAY am 5. Juli auf dem Little League Field (Sports Center) waren vom LS LTC WEIDEMANN, LTC Dr. HENRY und MAJ REMUS anwesend. Ein letztes "Lebewohl" sagte der Kommandeur dem scheidenden General bei dessen Abfahrt vom RTO Lichterfelde-West um 14.30 Uhr am gleichen Tage.


Der neue Commanding General,

BG HAY, gab am 9. Juli einen Empfang im Harnack House, zu dem LTC WEIDEMANN, MAJ REMUS und MAJ ROHN eingeladen waren.


Am 16. Juli

wurde ein LS Angehöriger fristlos entlassen, weil er durch ei­nen Kameraden als SSD Agent entlarvt worden war. Er war erst am 1. Mai von Eschborn nach Berlin versetzt worden.


Auf Grund eines Verbesserungsvorschlages

wurde den LS Angehörigen am 11. August die Genehmigung zum Durchfahren der Ostzone auf allen drei Fernstrassen bzw. Autobahnen erteilt. Bisher war nur die Benutzung der Autobahn nach Helmstedt gestattet. Jetzt konnten auch die Bundesstraße 5 (über Lauenburg) und die Autobahn nach Hof (über Toepen-Juchhoeh) benutzt werden. Das war besonders für diejenigen Urlauber eine große Er­leichterung, die in den Süden Europas wollten. Sie hatten bisher einen Umweg von mehreren hundert Kilometern in Kauf nehmen müssen. Genauso erfreulich war die Genehmigung des Provost Marshals für den Besuch des Ostsektors im Rahmen des Passierscheinabkommens, die den LS Angehörigen am 25. September erteilt wurde.


Der Motor Pool

musste im April nach einem Übereinkommen des 6911 LSC mit der Transportation Division zehn fast neuwertige Jeeps mit einem Durchschnitt von 25 ge­fahrenen Meilen gegen acht handelsübliche Typen auf Leihbasis eintauschen.

Der Motor Pool erhielt:

  • 2 Trucks 1/2 to panel Opel - (145 und 149.000 km)
  • 3 Sedans Ford 12 M - (ca. 80.000 km)
  • 2 Trucks 1 to FK - 1000 - (52 und 54.000 mls)
  • 1 Truck 1/2 to panel Ford 17 M - (12.000 km).


Es handelte sich um alte, fast ausgediente Fahrzeuge, von denen nach kurzer Zeit die beiden Opel und zwei 12 M ausfielen. Eine Reparatur lohnte sich nicht mehr. Als Ersatz gab es nur einen Truck 1/2 to panel Ford 17 M.

Ferner erfolgte der Umtausch der 2 1/2 to trucks M 34 in den Typ M 35. Dies waren alte, überholte Fahrzeuge der Baujahre 1954 bis 1959 deren Zu­stand jedoch befriedigend war. Später wurden noch die 3 1/2 to Ford und die Trailer 1 1/2 to M 104 umgetauscht. Es gab neue Trucks 3 1/2 to Magirus-Deutz mit Dieselmotor und neue Trailer 1 1/2 to M 105A2. Auf den Magirus Wagen mussten Sitzbänke installiert werden. Außerdem passte die Anhängerkupplung nicht zu den Trailern 1 to Kaessbohrer und musste geändert werden. Das Dispatch Office wurde in das Gebäude # 804 verlegt und in den freigewordenen Räumen ein Maintenance Office eingerichtet.

 

Am 9. Februar

starb PVT NUNGESSER (4012 LSCo) an Krebs. An seiner Beer­digung am 14. Februar in Britz nahmen zahlreiche LS Angehörige und "Honor Guards" des Centers teil.


Am 25. September

beging der CPL SWATSCHEK (4014 LSCo) während seines Wach­dienstes Selbstmord durch Erschießen mit seiner Dienstwaffe. Als Motiv wurde seelische Depressionen, hervorgerufen durch seine Zuckerkrankheit und die Trennung von seiner Familie (SWATSCHEK war im Mai aus Dachau gekommen), angenommen. Auf Wunsch seiner Familie fand die Beerdigung in seinem Heimatdorf in Westdeutschland statt. Sein Kompaniechef, CPT HIRSCH­BERG, der katholische Geistliche des Centers, Pater EDWALD BITTER, und zwei seiner Kamera­den, die lange Zeit mit ihm in Dachau zusammen waren, die SGT's JECKSTAT und TRUSCH nahmen daran teil.

 

Am 14. November

veranstaltete das Offizierkorps des 6941 LSC im Harnack Hou­se ein "Berliner Essen", an dem BG und Mrs. HAY, COL und Mrs. HAYS und Miss McCARTHY, eine Nichte des Generals, als Ehrengäste teilnahmen.


Seit dem 1. Dezember

wurden das Radio Telephone und das Energency Telephone (Hot Line) des Physical Security Officers vom LS Center Officer of the Day übernommen und bedient. Diese beiden Nachrichtengeräte dienten zur Alarmierung des Centers zu Übungszwecken und in Notfaellen.


Folgende Besuche und Inspektionen fanden im Jahre 1964 statt:

  • 5. Februar- MAJ BRONS, Special Services
  • 14. Februar- MAJ HUGHES, Deputy Gl
  • 23. Juni - MAJ FULMORE, USAREUR Food Adviser
  • 6. Juli - Staatssekretaer Dr. FELIX von ECKARDT. Er besichtigte das Center und unterrichtete sich über die Probleme der Berliner LS Angehörigen
  • 16. Juli - BG HAY, Commanding General, BBde
  • 17. Juli - COL KUNTZIG, Chief of Staff
  • 14. August - Inspektion des Centers durch COL HAZELTINE, Deputy Commander, BBde
  • 25. August bis 27. August - German Liaison Director, LS Division, HQ USAREUR, BG a.D. BODENSTEIN
  • 5. Oktober - IG Inspection der 4077 und 4078 LSCo's. Ergebnisse: Excellent
  • 20. Oktober - IG Inspection der 4012 und 4014 LSCo's, der HQ Company, des Motor Pools, des Communication Platoons und der 8071 LS Med Gen Dispensary, Ergebnisse: Excellent
  • 24. November - Command Maintenance Inspection durch BG HAY